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Verletzungsgefahr auf dem Kunstrasen – langfristige Folgen
Dr. Edmund Schmidt, Jugendleiter des TSV Ottobrunn, hat uns auf den nachfolgenden Sachverhalt aufmerksam gemacht:
Am Sonntag hat sich der vierte Spieler des TSV Ottobrunn in diesem Kalenderjahr ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss zugezogen. In meiner Praxis war das der 14. Spieler den ich mit dem selben Verletzungsmuster im Kreis
Südost behandelt habe. Ursächlich war, dass dieser Spieler wie alle anderen Verletzten mit Stollenschuhen (Plastik) auf Kunstrasen gespielt hat. Stollenschuhe – vor allem wenn sie neu sind –
sorgen auf Kunstrasen dafür, dass der Fuß auf dem Untergrund stark fixiert wird. Sollte der Spieler in dieser Situation im Kniegelenk eine Drehbewegung vollführen, kann der Fuß nicht wie üblich
mitdrehen. Dadurch wird der Kapsel Bandapparat im Kniegelenk überlastet und geschädigt. Kreuzbandrisse sind in der Behandlung langwierig und sollten erst recht in der Jugendvermieden werden,
zumal sich das Problem einfach lösen lässt. Zur Vorbeugung von Verletzungen im Kniegelenk auf Kunstrasen kann ich aus sportmedizinischer Sicht nur dringend zu Kunstrasenschuhen raten. Die
Wahrscheinlichkeit, dass Spielerinnen und Spieler im Kleinfeldalter ähnliche Verletzungen erleiden ist aufgrund des Körperbaues (klein und leicht) natürlich geringer aber nicht ausgeschlossen.
Daher hier noch einmal mein dringender Appell: Stattet die Kinder und Jugendlichen mit
Kunstrasenschuhen aus. Entsprechende Angebote bieten alle Sportgeschäfte!
Dr. med. Edmund Schmidt
Sportmedizin, Schmerztherapie, Chirotherapie
Diesem Appell möchten wir uns anschließen, um die Freude unserer Jugendlichen am Fußball langfristig erhalten zu können.
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Informationsschreiben des Bayrischen Fußballverbandes, September / Oktober 2011